
Zielgruppe: Bausachverständige, Planer, Auftraggeber, ausführende Unternehmen, Bauherren. Anerkannt gemäß der Fort- und Weiterbildungsordnung der Ingenieurkammer-Bau NRW. Die Anerkennung durch die Architektenkammer ist beantragt.
Abschluss: Qualifizierte Teilnahmebescheinigung
Pflastern ist keine Wissenschaft, sondern auf Erfahrung aufgebautes, handwerkliches Können. Doch in unserer schnelllebigen Zeit, sind die Techniken des fachgerecht versetzten Pflasters, teilweise verloren gegangen. Diese Veranstaltung soll Sie sensibilisieren, die gemachten Fehler in der heutigen Pflasterei sofort zu erkennen und durch Prävention die Ästhetik im Pflasterbau zu erhalten. Die handwerkliche Erstellung der Pflasterdecke rechtfertigt aufgrund der teuren Herstellung keine unqualifizierte Pflasterung. Ihnen wird anhand von guten und schlechten Pflasterbeispielen genau aufgezeigt, worauf der AG, wie auch der Planer, sein Augenmerk besonders richten muss, um ein Bauwerk in der Ebene für Generationen zu schaffen. Ihnen wird aber auch vermittelt, dass die Ausschreibung das wichtigste Kriterium für Qualität in der Herstellung dieses Gewerkes ist. Natürlich werden alle Vortragsthemen, - alle Ausführungstechniken - mit den dazugehörenden Regelwerken und Ausführungsrichtlinien hinterlegt. Theorien, die dem eigentlichen Pflasterbau nicht unmittelbar dienlich sind, werden nicht behandelt. Theorien, deren es ja genügend über dieses Gewerk gibt, aber konträr zur Qualität der Pflasterdecke verlaufen, werden genau erörtert und nach Möglichkeit auch eingehend diskutiert.
* Verkehrsbeanspruchung aus Verkehrsaufkommen und Verkehrsbelastung * Horizontalbeanspruchung von Pflalsterdecken aus Schub-, Torsions-, Radialkräften sowie aus der thermischen Ausdehnung der Steindecke * Die RStO-01, Aufbau und Tragfähigkeit der Straßenoberbaukonstruktionen bei Pflasterdecken im Vergleich zu Asphalt- Betonoberbautragschichten * Auswirkungen der Fugenbreiten auf die Standsicherheit bei Pflasterdecken * Wann tritt die Funktion einer Gewölbewirkung bei einer Pflasterung ein? * In Wort und Bild: Darstellung aller Pflasterverbände mit Berechnungsbeispielen * Tabellen für Segmentbogenpflasterungen bezogen auf Steingrößen, Feldbreiten und Stich * Gebundene (Regel)bauweise und ungebundene (Sonder)bauweise mit deren Vor- und Nachteilen * Bettungs- und Fugenmaterialien und deren idealer Sieblinienverlauf * Die allgemein anerkannten Regeln der Technik, DIN-Vorschriften und Merkblätter und deren Auslegungsvarianten * Konnexitätsprinzip * Das Leistungsverzeichnis, der Garant für Qualitätssicherung * Historische Pflasterungen, in keiner DIN und keinem Merkblatt enthalten * Lastplattendruckversuche, Filterstabilität, Wasserdurchlässigkeit * Kreisverkehre, Schrägbord (Prellschock) * Dränbeton (keine Langzeiterfahrung) * Warum bauen wir heute so schlechte, nicht standhafte Pflasterdecken? Ursachen dafür!